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Käthe Wynands - die Biografie

 

  Am 12.02.1936 wurde ich als viertes von sechs Kindern einer Bauernfamilie in Waldenrath geboren. Nach meiner Schulentlassung aus der Volksschule musste ich mit vierzehn Jahren sofort zu meinem Großonkel nach Linnich ins Pfarrhaus, weil dessen Haushälterin mit 82 Jahren plötzlich verstorben war. Onkel Pastor war ein froher und frommer Priester. Ich war Mädchen für alles; nebenbei besuchte ich die Landwirtschaftliche Berufsschule. Mein Onkel wollte, dass ich wöchentlich am Jugend-Abend teilnahm mit Theaterspiel und Volkstänzen. - Der Bischof hatte ihn gebeten, noch möglichst lange im Dienst zu bleiben; so hielt er durch, bis Gott ihn mit 88 Jahren zu sich rief.

Von Kindheit an war mein Wunsch, Ordensschwester zu werden. Mit 22 Jahren erfuhr ich durch eine Haushälterin im Nachbarort von unserer Ordensgemeinschaft. Da ging für mich der Himmel auf. Ich blieb noch bei meinem Onkel Pastor bis zu dessen Tod. Dann kam ich nach Aachen in das dortige gemeinsame Haus unseres Ordens. Es war das Marienwerk, eine Schule für verhaltensgestörte Kinder, eine Kindertagesstätte und ein Damenstift. Vierzehn Schwestern wohnten dort. – Ein Jahr später durfte ich in Paderborn die Frauenfachschule im Meinwerk-Institut besuchen und die Prüfung als Wirtschafterin, später noch die Prüfung als Hauswirtschafts-Meisterin ablegen. Ich war 22 Jahre in Aachen; dann mussten wir die Schule aufgeben, weil unser Nachwuchs fehlte. Unser Bischof aus Aachen hat die Schule gefördert, heute ist sie Bischöfliche Marienschule.

Ich kam in unser Haus nach Hennef. Hier trafen sich die Schwestern unserer Réunion; hier war Ruth Pfau zu Hause und traf sich mit dem Freundeskreis Karachi, wenn sie nach Deutschland kam; Kinder aus der Nachbarschaft wurden betreut; für viele wurde es eine Zufluchtsstätte. – In der Zeit kam ein Hilferuf aus Ungarn: Unsere Schwester Gizella in Pilisvörösvár bekam dreimal einen Schlaganfall. Ich durfte sie pflegen. Als es ihr zwischendurch besser ging, konnte ich nach Hennef zurück. - Unsere älteren Schwestern dort versorgten wir so lange, wie möglich, dann musste unsere Gemeinschaft auch dieses Haus aufgeben.

Wohin jetzt? Durch meine Cousine in Kraudorf bei Geilenkirchen erfuhr ich, dass dort das leer stehende Pfarrhaus zu vermieten sei. Nach Rücksprache mit unseren Oberen zog ich mit meinem kranken Bruder dort ein (mit Möbeln aus dem Hennefer Haus).Es warteten wieder viele Aufgaben: eine Nachbarin war ein schwerer Pflegefall; der Pastor übertrug mir den Firm-Unterricht mit 15 jungen Leuten; in diesem Jahr schon zum vierten Mal; Kinderbetreuung; Kommunion-Katechesen, wenn der Pfarrer verhindert ist; Krankenbesuche; Pflege nach einem Krankenhausaufenthalt; zwei Polinnen, die für sechs Wochen Arbeit suchten, konnte ich in Hauhalte vermitteln, wo Hilfe nötig war; Telefon-Seelsorge; Fahrdienst zu Gottesdiensten in Nachbardörfer. Immer wieder gibt es neue Notlagen – es ist so wunderbar, wenn wir helfen können.

 

 Johanna Zarth - die Biografie

Johanna ZarthIch bin 70 Jahre. Mein Wunsch, Ordensfrau zu werden, hat sich erst langsam
entwickelt. Den ersten Kontakt mit Ordensfrauen bekam ich während meiner
Ausbildungszeit als Kinderkrankenschwester. Und diese Zeit hatte wohl einen
großen Einfluss auf mein späteres Leben: In meinem Innersten wünschte ich
mir, nach Afrika zu gehen und dort die schwarzen Babys zu pflegen. Gleichzeitig
entstand die Sehnsucht in mir, auch mehr für Gott zu tun. Deshalb wechselte
ich in ein Krankenhaus mit Ordensschwestern. Und dort zeigte sich im Laufe
der Zeit, was Gott von mir wollte: ein Leben als Ordensfrau. Kurz vor meinem
Eintritt in ein Kloster lernte ich einen netten jungen Mann kennen. Es war eine
Prüfung für mich und ich merkte, dass ich nicht für die Ehe bestimmt war. Das
war für mich eine Bestätigung und eine Erleichterung: ich war auf dem richtigen
Weg. Es kam jedoch anders: Ich trat in eine Ordensgemeinschaft ein mit Klo-
sterleben und Ordenstracht. Es war für mich gar nicht so einfach, in so einer
Gemeinschaft mit Ordenskleid und Klausur zu leben. Ich bekam einige Schwie-
rigkeiten und so suchte ich einen anderen Weg: Ich verließ das Kloster und
schon nach 2 Monaten fand ich durch hilfreiche Hinweise die Gesellschaft vom
Herzen Mariä. Gott führte mich auf Umwegen dorthin, wo er mich haben wollte.
Dieser Umweg war für mein weiteres Ordensleben sehr hilfreich. Ich hatte dadurch u.a. sehr konkrete Vorstellungen erhalten,
wie mein Ordensleben aussehen sollte. Dies fand ich alles in der Gesellschaft vom Herzen Mariä.

Nach meiner Ausbildungszeit in der Gemeinschaft meldete ich mich freiwillig für die Mission in Afrika. Ich war am Ziel
meiner Träume!!! Aber es kam wieder alles ganz anders. Ich arbeitete in der Mütterberatung der Missionsstation in Kou-
dougou (Burkina Faso). Die Arbeit machte mir sehr viel Freude. Es war aber auch anstrengend: das heiß-schwüle Klima
setzte mir sehr zu, ebenso die Sprachschwierigkeiten. Nach 3  1/2 Jahren spürte ich, wie meine Kräfte nachließen. Ich war
einfach erschöpft und man riet mir, nach Europa zurückzugehen. Schweren Herzens musste ich nach so kurzer Zeit Afrika
wieder verlassen. Das setzte mir sehr zu. Mein Traum hatte sich zwar erfüllt, aber  eben nicht so, wie ich es mir vorgestellt
hatte.

In Deutschland erholte ich mich dann langsam wieder und nach zwei Jahren begann ich meine Tätigkeit in einem Altenheim
als Altenpflegerin. Das war auch eine schöne Zeit. Noch heute habe ich mit den Arbeitskolleginnen von damals regelmäßi-
gen Kontakt.
 

Nach meiner Berentung war ich nicht arbeitslos: anstelle der Pflege mache ich nun seelsorgliche Betreuung in einem
Seniorenzentrum in Dortmund. Außerdem helfe ich in der Obdachlosenarbeit in der Pfarrei mit. Und wenn Hilfe innerhalb
der Gemeinschaft notwendig ist, springe ich ein. Und natürlich genieße ich meine familiären Kontakte.


 

 

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Gesellschaft der Töchter vom Herzen Mariä | Subbelrather Straße 246 | 50825 Köln